Newsletter, vergleich.de 19. Oktober 2009

 

Sie brauchen dringend Bargeld, und es ist kein Geldautomat in Sicht? Eine unangenehme Situation. Doch die Abhängigkeit von den Automatennetzen der Banken wird in Zukunft kein Thema mehr sein. Erste Institute haben bereits die Bargeldversorgung in Tankstellen, Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften eingeführt – ein Service, der sich bald flächendeckend durchsetzen wird.   
 
    

Die „bedienten Geldautomaten“ der Postbank
Die Postbank bietet ihren Kunden den Bargeldservice derzeit an allen Shell-Tankstellen in der Region Hamburg an. Bis Ende Februar 2010 sollen ca. 1.300 Shell-Tankstellen bundesweit entsprechend umgerüstet sein.

Ohne tanken oder etwas kaufen zu müssen, können Postbank-Kunden dort am „bedienten Geldautomaten“ – das heißt an der Kasse – mit Bankkarte und PIN bis zu 1.000 Euro pro Tag abheben. Wer auch tankt oder etwas kauft, erhält einen Beleg, auf dem die Posten Abhebung und Zahlung gesondert aufgeführt werden. Modernste Sicherheitstechnik minimiert das Risiko von Betrügereien.

Aufsteller und Schilder an den Tankstellen weisen auf den Service hin. Wer nichts dem Zufall überlassen möchte, kann über die Online-Geldautomaten-Suche der Postbank die bereits umgerüsteten Tankstellen finden. Übrigens will die Postbank bald auch Kunden anderer Institute versorgen. Sie werden dafür aber wohl Gebühren zahlen müssen, sofern ihre Bank nicht wie die Postbank dem Cash-Group-Verbund angehört.

Bargeldservice in Supermärkten und im Einzelhandel
Kunden der Sparkasse Meißen (bei Dresden) können sich in Supermärkten und bei verschiedenen Einzelhändlern mit Bargeld eindecken – allerdings nur, wenn sie auch etwas kaufen. Wer mit Bankkarte und PIN bezahlt, kann den Abrechnungsbetrag auf bis zu 200 Euro erhöhen und sich die Differenz auszahlen lassen. Eine Mindesteinkaufssumme gibt es nicht. Der Gesamtbetrag wird ohne zusätzliche Gebühren per Lastschrift vom Konto abgebucht.

Eine Ausweitung dieses Service über den Landkreis Meißen hinaus ist nicht zu erwarten, da er lediglich Angebotslücken in der ländlichen Region schließen soll. Deutschlandweit sind die Sparkassen mit rund 26.000 Geldautomaten bereits die Nummer eins unter den Bargeldversorgern.

Ganz neu ist das Supermarktmodell ohnehin nicht. Die REWE-Gruppe hat es bereits 2003 unter dem Namen „Cashback“ (engl., „Bargeld zurück“) eingeführt. Seit Dezember 2008 können Kunden aller Banken in rund 3.000 REWE- und 2.000 PENNY-Märkten Geld abheben. Auch hier ist ein Kauf Voraussetzung, zudem muss der Warenwert mindestens 20 Euro (REWE) bzw. 25 Euro (PENNY) betragen. Ansonsten ist das Verfahren das gleiche wie bei der Sparkasse Meißen.

Nachteil in beiden Fällen: Einkaufs- und Auszahlungsbetrag werden auf dem Kontoauszug nicht gesondert aufgeführt. Wir raten daher, sich einen Kassenbon geben zu lassen und die Teilbeträge darauf zu notieren.

Unser Tipp
Berücksichtigen Sie bereits bei der Wahl Ihrer Bank auch die Bargeldversorgung. Unser Girokonto-Vergleich nennt Ihnen nicht nur die Institute mit den besten Kontokonditionen, Sie erfahren auch, an wie vielen Automaten Sie jeweils kostenlos Bargeld abheben können. Unser Tipp: das DKB-Cash-Konto. Mit der DKB-Visa-Card, die Sie zum Nulltarif dazuerhalten, können Sie an allen Geldautomaten weltweit kostenlos Bargeld abheben.   

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