Newsletter, vergleich.de 28.10.2008
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Immer mehr Menschen nehmen Kredite auf, bei denen Sie die Risiken oft nicht richtig berücksichtigen. Was passiert, wenn der Kreditnehmer plötzlich stirbt und der zurückbleibenden Familie ein wichtiger Teil des Einkommens fehlt? Was ist, wenn der Hauptverdiener überraschend arbeitslos wird? In solchen Fällen hilft die Restschuldversicherung.

Restschuldversicherung – was ist das überhaupt? Mit der Restschuldversicherung soll das Risiko, dass der Kreditnehmer seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, gemindert werden. Dabei können verschiedene Risiken wie Todesfall, Arbeitsunfähigkeit und sogar Arbeitslosigkeit mitversichert werden. Es gilt: je mehr Risiken abgesichert sind, desto teurer ist die Versicherung. Wie hoch die Beiträge für eine Restschuldversicherung sind, hängt außerdem vom Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Versicherten sowie der Laufzeit des Kredites ab.
Die Restschuldversicherung funktioniert dabei ähnlich wie eine Risikolebensversicherung. Bei einer Restschuldversicherung kein Kapital angespart und der Versicherungsnehmer erhält am Ende der Laufzeit kein oder nur sehr wenig Geld zurück. Dafür sind die Beiträge wesentlich niedriger als bei einer Kapitallebensversicherung
Restschuldversicherungen gibt es in zwei Varianten: Bei der ersten Variante wird der Versicherungsschutz jedes Jahr an den Tilgungsplan neu angepasst, bei der zweiten sinkt die Versicherungsleistung jedes Jahr um einen konstanten Betrag. Die zweite Variante hat den Nachteil, dass es zu „Schutzlücken“ kommen kann, weil die Versicherungssumme schneller gesunken ist als die Restschuld.
Auf Kosten achten Die Banken erhalten Provisionen für den Abschluss einer Restschuldversicherung. In der Praxis wird die Restschuldversicherung daher gerne zusammen mit einem Kredit verkauft. Einige Kreditsachbearbeiter erwecken dabei den Eindruck, dass eine Kreditvergabe ohne Restschuldversicherung nicht möglich sei.
Fakt ist: eine Restschuldversicherung kann die Kosten für Kredite erhöhen. Experten der Verbraucherzentralen bestätigen, dass die Effektivzinsen bei Abschluss einer Restschuldversicherung stark steigen können. Die Höhe der Kosten ist für den Kreditnehmer oft nicht klar erkennbar. Fragen Sie daher Ihren Berater beim Abschluss einer solchen Versicherung unbedingt nach den zusätzlichen Kosten und vergleichen Sie verschiedene Angebote.
Wann lohnt sich eine Restschuldversicherung? Die Versicherung lohnt sich vor allem bei größeren Darlehenssummen. Z.B. ist es bei der Immobilienfinanzierung sinnvoll, eine Restschuldversicherung zusätzlich zum Kredit in Betracht ziehen. Dabei sollte man bedenken, dass nicht nur der Hauptverdiener, sondern auch der Partner abgesichert ist. Wenn der Todesfall eintritt, muss der Hauptverdiener unter Umständen beruflich kürzer treten, um die Kinder zu betreuen. Auch das sollte finanziell abgesichert sein.
Falls Sie bereits eine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben, kann es günstiger sein, diese entsprechend zu erhöhen. Wenn Sie über einen relativ gesicherten Arbeitsplatz verfügen, müssen Sie sich nicht unbedingt gegen Arbeitslosigkeit mitversichern.
Tipps:
- Es ist nicht zwingend notwendig, eine Restschuldversicherung abzuschließen, um einen Kredit zu bekommen.
- Lassen sie sich von Ihrem Berater die Kosten für den Kredit mit und ohne die Versicherung ausrechnen.
- Schreibt die Bank für die Kreditvergabe eine Restschuldversicherung vor, müssen die Kosten in den Effektivzins mit eingerechnet sein.
- Geben Sie bei einer Gesundheitsprüfung alle Krankheiten an. Die Versicherung muss sonst im Fall der Fälle nur die gezahlten Beiträge zurückzahlen.
- Nehmen Sie eine Vertrauensperson mit zu Gesprächen über eine Kreditvergabe, im Zweifelsfall haben Sie dann einen Zeugen.
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