Newsletter, vergleich.de 24.11.2008

 

Dreifach nützlich – mit einer Solarstromanlage auf dem Dach oder an der Fassade der eigenen Immobilie können Sie Geld sparen, Geld verdienen und etwas für die Umwelt tun. Mit einer solchen Anlage können Sie ihren Eigenbedarf an Strom decken und zusätzlich den überschüssigen Strom gegen Vergütung in das öffentliche Netz einspeisen.

Verschiedene Systeme für unterschiedliche Anforderungen
Bei den Anlagen wird zwischen Inselanlagen und netzgekoppelten Anlagen unterschieden. Bei Inselsystemen wird der erzeugte Strom in Akkus gespeichert und steht für eine spätere Nutzung zur Verfügung. Inselanlagen werden beispielsweise bei Parkscheinautomaten oder für die Stromversorgung von Wohnwagen oder Segelbooten benutzt. Bei Netzeinspeisesystemen wird auf die Zwischenspeicherung komplett verzichtet und der Strom gleich ins öffentliche Netz eingespeist.

Wie teuer ist eine Anlage?
Die Anschaffungskosten liegen bei ca. 4200,- Euro pro Kilowatt peak (kWp). Für ein Kilowatt peak Leistung der Anlage werden zwischen 8 und 10 Quadratmeter Dachfläche benötigt. Bei einer 4 kWp-Anlage wären das ca. 17.000 Euro an Investitionskosten. Der Einbau einer Solarstromanlage wird staatlich gefördert. Privatpersonen können bei der KfW Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro mit einer maximalen Laufzeit von 20 Jahren beantragen.
Mittlerweile bieten auch private Institutionen kostengünstige Kredite für die Errichtung von Solarstromanlagen an. Beim Energie-Darlehen beispielsweise liegen die effektiven Zinsen lediglich bei 5,99%.

Solarstromanlagen sind eine langlebige Investition. Man geht davon aus, dass sich eine Solaranlage bei Eigenfinanzierung nach ca. 10 Jahren amortisiert hat, bei Fremdfinanzierung dauert es ca. 17-20 Jahre. Die Hersteller geben auf Solarmodule eine Leistungsgarantie von bis zu 30 Jahren.

Welcher Gewinn ist möglich?
Den Investitionskosten stehen jährliche Erträge durch die Stromeinspeisungen in das öffentliche Netz gegenüber. Dabei besteht für den Betreiber einer Anlage eine sehr hohe Rechtssicherheit. Durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wird die Vergütung garantiert und festgeschrieben. Für Anlagen, die noch 2008 fertig gestellt werden und ans Netz gehen, bedeutet das, dass die Betreiber 20 Jahre lang für jede kWh Strom, die sie ins öffentliche Netz einspeisen, eine Vergütung von 46,75 Cent erhalten.

Welche laufenden Kosten fallen an?
Die Betriebskosten für eine Solaranlage sind gering, denn die Anlagen sind wartungsarm und sehr robust. An laufenden Kosten fällt meist nur die Miete für den Zähler und gegebenenfalls eine Versicherung an. Die durchschnittlichen jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf 1% des Anschaffungspreises.

Unser Tipp:
Für das Finanzamt sind Betreiber von Solarstromanlagen Unternehmer. Wer sich also als Selbstständiger unter Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung beim Finanzamt anmeldet, kann die Mehrwertsteuer sparen.

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