Newsletter, vergleich.de 19.11.2007

vergleich.de bietet Ihnen seit kurzem eine neue Vergleichsrubrik: die Abrufkredite. Was diese Kreditform vom Dispokredit unterscheidet und wann man sich für einen Abrufkredit entscheiden sollte, lesen Sie hier:

Ein neuer Fernseher, die Kurzreise oder die neue Couch: für einige Wünsche braucht man kurzfristig Geld.  Wenn das Geld auf dem Girokonto hierfür nicht ausreicht, greifen viele auf ihren Dispokredit zurück. Der allerdings kann ganz schön teuer werden. Eine gute Alternative ist da der so genannte Abrufkredit.

Bei einem Abrufkredit wird dem Kreditnehmer eine bestimmte Kreditlinie zur Verfügung gestellt, die er bei Bedarf in Anspruch nehmen kann. Auch Teilbeträge sind möglich. Die Zinsen werden dann nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag und die Laufzeit berechnet. Die Tilgung seiner Schulden kann der Kreditnehmer jederzeit in beliebiger Höhe vornehmen. Ebenso sind die Rückzahlung in festen Raten sowie Sondertilgungen möglich. Oft wird allerdings von der Bank eine Mindesttilgungshöhe festgelegt.

Die Zinsen für einen Abrufkredit liegen deutlich unter denen eine Dispokredites. Während für einen Dispokredit bis zu 14 Prozent und für einen Überziehungskredit bis zu 18 Prozent verlangt werden, sind es für einen Abrufkredit derzeit zwischen 7 und 11 Prozent. Niedrigstanbieter in unserem Vergleich sind zur Zeit die 1822direkt und die DiBa.

Wie viel Geld Sie sparen können, wenn Sie anstatt des Dispokredites einen Abrufkredit in Anspruch nehmen, möchten wir kurz in einem kleinen Beispiel aufzeigen:

Nehmen wir an, Sie nehmen Ihren Dispokredit mit durchschnittlich 500 Euro im Jahr in Anspruch. Bei einem Zinssatz von 12,3 Prozent müssten Sie bereits 61,50 Euro Zinsen zahlen! Würden Sie dieselbe Summe beispielsweise über einen Abrufkredit der Ing-DiBa (eff. Jahreszins 8,03 %) finanzieren, würden nur 40,15 Euro Zinsen anfallen. Der Zusatzvorteil der DiBa: es wird keine monatliche Mindestrückzahlung verlangt.

Noch einmal kurz zusammengefasst:
Der Abrufkredit eignet sich also für all jene, die kurzfristig einen höheren Betrag Geld brauchen und bei der Rückzahlung flexibel bleiben möchten.

Die Vorteile des Abrufkredites im Überblick:

  • die Zinsen sind wesentlicher niedriger als bei Dispokrediten (somit besonders geeignet zum Ausgleich des Dispokredites)
  • die Tilgung des Kredites ist jederzeit möglich
    Flexible Rückzahlung: Auch Teilbeträge sind möglich ebenso wie Beträge über der vereinbarten Mindesttilgungssumme
  • die dauerhafte Verfügbarkeit des Kreditrahmens
  • zusätzlicher Liquiditätsrahmen
  • die Kreditbereitstellung und Kontoführung ist bei den meisten Banken kostenlos

Unser Tipp:
Wer öfter mal in die "roten Zahlen" rutscht, sollte anstatt des teuren Dispokredit lieber einen Abrufkredit nutzen. Wichtig ist, dass der Abrufkredit als Alternative zum Dispokredit gebraucht wird und nicht als Ergänzung. Hat man seinen Dispokredit dauerhaft ausgeschöpft oder musste bereits einen Überziehungskredit in Anspruch nehmen, kann eine Ablösung über einen Abrufkredit ratsam sein.

Versuchen Sie aber, den Kredit schnellstmöglich abzuzahlen! Nehmen Sie den Kredit länger in Anspruch, werden die Kosten dafür zu hoch und die Gefahr einer Überschuldung besteht. Zudem können sich die Kreditzinsen während der Rückzahlung erhöhen. Möchten Sie lieber feste Rückzahlsummen zu einem fixen Zinssatz, ist ein Ratenkredit eventuell günstiger für Sie. Vergleichen lohnt sich also!

     
   
Impressum