Statistisch gibt in Deutschland jeder Einwohner fast 3.000 Euro für die Gesundheit aus. Diese Zahlen, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), hat das Statistische Bundesamt für das Jahr 2006 errechnet.
Mit Ausgaben von 245 Milliarden Euro und einer Quote von etwas mehr als 10 Prozent liegt Deutschland aber im Ländervergleich längst nicht an der Spitze - diesen Platz nehmen Länder ein, deren Gesundheitssystem bereits anders aufgebaut ist. So haben die USA eine Quote von 15,3 Prozent am BIP und der Anteil steigt kontinuierlich an. In Deutschland dagegen bleibt die Quote bis dato fast konstant. Aber wie lange noch?
Die Ausgaben der Privathaushalte stiegen bereits – sie nahmen um 3,4 Prozent zu. Darin enthalten sind Zuzahlungen für Medikamente oder Pflegeleistungen, aber auch Waren, wie beispielsweise Arzneimittel, Hilfsmittel oder Materialkosten. Insgesamt bezahlten damit die Bundesbürger 33,3 Milliarden Euro an den Gesamtausgaben selbst. Den größten Anteil an den Gesamtausgaben hatte - wer auch sonst - die Gesetzliche Krankenversicherung (jetzt noch schnell wechseln!). Aber auch der Anteil der privaten Krankenversicherung an den Ausgaben stieg an und verdeutlicht so die betriebswirtschaftliche Sichtweise bei den Privaten Kranken-Versicherungsgesellschaften. (Überprüfen Sie hier Ihren privaten Krankenversicherer)
Neben dieser durchaus aufschlussreichen Kostenbetrachtung - eine Reduzierung der aufgeführten Gesamtkosten ist sicher wünschenswert - steht in 2009 die Gesundheitsreform vor der Tür und soll die angenommenen soziodemographischen Veränderungen aufgefangen.
Mit Spannung werden daher die nächsten Monate und die Einführung des Gesundheitsfonds erwartet. Auswirkungen werden sich für alle Beteiligten ergeben. Wir bleiben für Sie dran und werden Sie regelmäßig mit ausgewählten Themenbeiträgen informieren.