Newsletter, vergleich.de 31.03.2008

Wer sein Eigentum vor Schäden durch Brand, Leitungswasser oder Diebstahl schützen möchte, schließt deshalb eine Hausratversicherung ab. Im Laufe der Jahre sammeln sich in den eigenen vier Wänden sehr viele Haushaltsgegenstände an. In regelmäßigen Abständen sollte daher die Versicherungssumme der Hausratpolice überprüft werden, denn eine Unterversicherung kann Sie sonst viel Geld kosten.



Versichert ist Ihr kompletter Hausrat: Möbel und andere Einrichtungsgegenstände, Kleidung und Küchenutensilien und auch Sport- und Freizeitgeräte. „Versicherungsort“ ist Ihr Zuhause samt Balkon, Garage und Nebengebäuden. Das gilt nicht für ausschließlich beruflich oder gewerblich genutzte Räume. „Hausrat“ ist auch alles, was Sie von zu Hause aus mitnehmen, wenn Sie verreisen. So ist auch Ihr aus dem Hotelzimmer gestohlenes Notebook versichert.

Mit Leistungen können Sie rechnen, wenn es bei Ihnen gebrannt hat oder wenn Einbrecher Sie bestohlen und vielleicht sogar Ihr Zuhause verwüstet haben. Leitungswasser hat Ihre Teppiche und Möbel beschädigt? Auch dann tritt die Versicherung ein, ebenso bei Schäden durch Sturm und Hagel.
Die Versicherungsgesellschaft zahlt stets so viel, dass Sie beschädigte Haushaltsgegenstände reparieren lassen oder sich Gleichwertiges neu kaufen können. Sie übernimmt Aufräum- und Renovierungskosten, bezahlt zusätzlich Hotelrechnungen, falls Sie vorübergehend nicht in Ihren eigenen vier Wänden wohnen können. Für eine problemlose Kostenerstattung sollten Sie Kaufbelege, Fotos oder Videoaufnahmen an einem sicheren Ort außerhalb Ihrer Wohnung aufbewahren.

Was Ihren Beitrag beeinflusst
Bei der Versicherungssumme kommt es darauf an, den Wert des eigenen Hausrates möglichst realistisch einzuschätzen. Zwar bieten die Versicherer gern an, sie pauschal nach der Wohnfläche (650 Euro pro Quadratmeter) festzulegen. Aber sicherer ist es, die Versicherungssumme individuell vorher zu berechnen. Die Quadratmetervariante kann sich für Sie negativ auswirken: Falls Sie eine große Wohnung haben, kommen Sie auf eine hohe Versicherungssumme. Ist der Wert Ihres Mobiliars aber deutlich niedriger, wird Ihr Beitrag unnötig hoch. Umgekehrt, ist Ihre Wohnung klein, schrumpft auch immer der Beitrag für die eventuell teuren Möbel. Und Vorsicht: Übersteigt der Hausratwert die Versicherungssumme, sind Sie unterversichert! Was das bedeutet:

Unser Beispiel erklärt es:
Eine Familie hatte für Ihre Wertgegenstände im Haus eine Hausratversicherung mit einer Versicherungssumme in Höhe von 30.000 Euro abgeschlossen. Leider zerstörte ein Feuer Hausrat im Wert von 10.000 Euro. Nach Besichtigung des Schadens stellte ein Sachverständiger fest, dass der tatsächliche Wert des gesamten Hausrats knapp 60.000 Euro betrug. Da hier die abgeschlossene Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Versicherungswert lag, bestand eine Unterversicherung. Deshalb kam der Versicherer nur für die Hälfte des Schadens, also für 5.000 Euro, auf. Ihren Wert hier berechnen!

Unser Fazit: Unterversicherung vermeiden!
Meistens fahren Sie mit der Quadratmeter-Variante am Besten, sofern dort die Unterversicherung vertraglich ausgeschlossen ist. Sonst sollten Sie darauf achten, dass die Versicherungssumme dem Betrag entspricht, der für die Neuanschaffung des gesamten Hausrats finanziert werden müsste. Sind kostspielige Neuanschaffungen geplant, können diese gleich in die Versicherungssumme mit einbezogen werden. Kann der Versicherungsnehmer bei Vertragsschluss zukünftige Käufe noch nicht absehen, sollte mit dem Versicherer ein Verzicht auf Unterversicherung vereinbart werden. Dies ist auch nachträglich möglich.  Jetzt die Gesellschaften vergleichen!

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