Haben Sie einen Kredit beantragt, wird die Bank überprüfen, ob Sie alle Annahmekriterien erfüllen. Folgende Merkmale werden bei dieser ersten Prüfung abgefragt:
- Sind Sie volljährig?
- Haben Sie einen festen Wohnsitz in Deutschland?
- Verfügen Sie über regelmäßige Einkünfte, so dass die Rückzahlung des Kredites gewährleistet ist?
- Besitzen Sie einen festen Arbeitsvertrag?
- Haben Sie keinen negativen Schufa-Eintrag?
- Können Sie ein Girokonto und einen gültigen Personalausweis vorweisen?
Erfüllen Sie auch nur eine dieser Anforderungen nicht, wird die Bank Ihren Antrag mit großer Wahrscheinlichkeit ablehnen. Um den gewünschten Kredit doch noch zu bekommen, können Sie in den Kreditvertrag einen weiteren Kreditnehmer mit aufnehmen, der alle Annahmekriterien erfüllt.
Bin ich eigentlich kreditwürdig?
Ihre Bonität wird unter anderem mit Hilfe des bei der Schufa hinterlegten Score-Wertes überprüft. Wurde Ihnen bereits einmal ein Konto gekündigt oder läuft ein Mahnverfahren gegen Sie, hat dies einen negativen Einfluss auf Ihren Schufa-Score und die Wahrscheinlichkeit, den gewünschten Kredit zu bekommen. Ein positiver Schufa- Eintrag bringt Sie dagegen Ihrem Kredit ein Stückchen näher. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr aktueller Score-Wert ist, können Sie bei der Schufa eine Eigenauskunft einholen.
Des Weiteren fragt die Bank auch Ihre aktuellen Einkommensverhältnisse und eventuelle finanzielle Verpflichtungen ab. In der Regel müssen die letzten drei Lohn- bzw. Gehaltsabrechnungen vorgelegt werden. Einige Banken verlangen zusätzlich noch Kontoauszüge der letzten vier bis fünf Wochen. Haben Sie bereits einen Kredit, wird eine Kopie des Vertrages angefordert. Wichtig: Gibt es einen zweiten Antragsteller, muss auch er die geforderten Nachweise der Bank vorlegen.
Der Banken-Score als Unsicherheitsfaktor
Aus den Daten der Vergangenheit (Schufa-Score) und den derzeitigen Einkommensverhältnissen ergibt sich für die Bank eine voraussichtliche Zukunftsperspektive, aus der sie schließen kann, ob der Kunde die finanzielle Belastung tragen kann: das so genannte Kreditausfallrisiko. Darüber hinaus hat jede Bank auch eigene Bewertungskriterien. Dazu gehören beispielsweise der Beruf, der Familienstand oder der Arbeitgeber.
Damit werden die Kunden in bestimmte Risikoklassen aufgeteilt. Diese Aufteilung ist besonders bei bonitätsabhängigen Zinsen gang und gäbe und beeinflusst den Zinssatz des Ratenkredites: Kunden mit sehr guter Bonität erhalten den gewünschten Zinssatz, während die Zinsen bei schlechterer Bonität entsprechend angepasst werden. Haben Sie sich dagegen für einen Kredit mit einem festen Zinssatz entschieden, erhalten Sie diesen auch – eine gute Bonität vorausgesetzt.
Die meisten dieser bankinternen Kriterien bleiben jedoch im Dunkeln. Eine gewisse Unsicherheit besteht also weiterhin. Dennoch: Wer die Anforderungen erfüllt und alles nachweisen kann, was er im Kreditantrag angegeben hat, besitzt die besten Chancen, dass der Kredit auch bei der endgültigen Prüfung durch die Bank genehmigt wird.
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