Die Finanzkrise hat alle Sparer wachgerüttelt: Stand bisher nur eine möglichst hohe Verzinsung im Vordergrund, wird die Sicherheit der Geldanlage nun immer wichtiger. Das Europäische Parlament hat jetzt auf das erhöhte Sicherheitsbedürfnis reagiert und neue Grenzen für die gesetzliche Einlagensicherung festgelegt.
Einlagensicherung steigt, Auszahlungsfrist sinkt
So wird der gesetzliche Einlagenschutz für alle Sparbücher und Konten EU-weit von bisher 20.000 Euro auf 50.000 Euro steigen. Die gesetzliche Einlagensicherung ist die Grundsicherung Ihrer Geldanlage. Sie garantiert jedem Bankkunden einen Schutz von 90 Prozent bzw. maximal 50.000 Euro seiner Spareinlagen.
Die einzelnen Länder müssen diese Neuregelung bis spätestens 30. Juni 2009 umsetzen – und können dabei auch über diese Höhe hinausgehen. Geplant ist ebenfalls, die Einlagensicherung bis Dezember 2010 auf 100.000 Euro zu erhöhen, sofern die einzelnen EU-Staaten finanziell in der Lage sind, diese Garantie einzuhalten.
Im Falle einer Bankenpleite sollen die Sparer dann auch schneller an ihr Geld kommen. Die EU-Kommission hat die Auszahlungsfrist von drei Monaten auf 20 Tage verkürzt. Die Behörden haben zukünftig nur noch 5 Werktage Zeit, die Zahlungsunfähigkeit einer Bank festzustellen. Danach läuft die Auszahlungsfrist an.
Der Sparstrumpf hat ausgedient
Die neue Richtlinie gibt Sparern wieder mehr Sicherheit und Vertrauen. War die bisherige gesetzliche Einlagensicherung von 20.000 Euro durch den Sparer schnell ausgeschöpft, werden die Einlagen der Deutschen ab dem Sommer wesentlich besser geschützt. Ein Grund mehr, sein Geld nicht länger im zinslosen Sparstrumpf zu horten, sondern auf gut verzinsten Konten anzulegen. Sehen Sie in unserem Vergleich, wie sicher das Geld bei den verschiedenen Anbietern ist.