Newsletter, vergleich.de 6. Januar 2009

 

Für jedes Tor mehr Geld auf dem Konto – so werben einige Fußballvereine für ihre Sparkarten. Aber wie rentabel sind diese Fußballkonten eigentlich? Lockangebot oder Renditeknaller – das Ergebnis fällt eindeutig aus.

"Erst klingelt's im Kasten und dann auf'm Konto" lautet das Motto der schwarzgelben SparCard von Borussia Dortmund. Einige Banken machen Fußballfans die Bundesliga-Saison mit speziellen Sparkonten noch spannender. Das Konzept ist einfach: Je erfolgreicher die Lieblingsmannschaft ist, desto mehr Zinsen erhalten die Sparer. Dazu gibt es noch Gewinnspiele und Rabatte auf Merchandise-Artikel sowie einen Bonus, falls der Verein Meister wird.


Magere Rendite

Egal, ob die FC Bayern SparKarte, die SparCard für Schalke-Fans oder auch die Sparkarte des 1. FC Nürnberg – Jubel lösen die Zinsangebote leider nicht aus. Bereits im August 2008 hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fünf solcher Finanzprodukte unter die Lupe genommen. Verglichen wurden Anlagen von 2.500 und 10.000 Euro bezogen auf die Vorjahressaison. Ergebnis: Selbst wenn man auf den Gewinner setzt, erhält man nicht die besten Zinsen.

Der Werder Champions Zins der Citibank bot mit einem effektiven Jahreszins von 3,9 Prozent bei einem Anlagebetrag von 2.500 Euro noch die beste Verzinsung. Auf dem zweiten Platz mit 3,1 Prozent teilt sich die schwarzgelbe SparCard von Borussia Dortmund mit den Spardabanken West und Münster. Abgeschlagen dagegen auf den hinteren Tabellenrängen liegen die Sparkonten des FC Bayern (2,27 Prozent), Schalke 04 (2,2 Prozent) und des 1. FC Nürnberg (1,77 Prozent).

Bei einem Anlagebetrag von 10.000 Euro rückten die schlechter verzinsten Sparkarten zwar etwas nach vorn, allerdings nur um maximal einen halben Prozentpunkt. Die Ursache liegt in der Grundverzinsung: während diese bei den Spitzenreitern Bremen und Dortmund stets gleich bleibt, steigt die Verzinsung bei den Konten der Bayern, Schalker und Nürnberger mit höheren Beträgen leicht an.


Komplizierte Bonusverzinsung
Neben der meist niedrigen Grundverzinsung wird ein erfolgsabhängiger Bonuszins gewährt. So schreibt beispielsweise die schwarzgelbe Karte der Dortmunder für jedes Tor einen halben Prozentpunkt gut – allerdings nur, wenn es in einem Wochenendspiel erzielt wird. Spiele unter der Woche zählen ebenso wenig wie Spiele in der Winterpause. Zudem werden die Zinsen oft nur bis zum nächsten Spiel gewährt und längstens bis zum Ende eines Kalenderjahres.

Die Konkurrenten verfahren ähnlich. Nürnberg und Schalke schreiben für jeden Heimspielpunkt einen Sonderzins von 0,02 Prozent gut. Der 1. FC Bayern verzinst nur jedes 10. Heimtor mit 0,1 Prozent zusätzlich. Die Verrechnung des Zinsaufschlages erfolgt hier monatlich bis zum Saisonende am 30.06. Bei den Sparkarten der Nürnberger und Schalker wird der Zinsaufschlag längstens für einen Monat gezahlt.


Mehr Ertrag mit Tages- und Festgeld
Selbst wenn die Vereine erfolgreich sind – Fußballkonten lohnen sich nicht. Wenn Sie aus diesem Spiel als Zinssieger gehen möchten, sollten Sie vereinsunabhängige Tages- oder Festgeldprodukte vorziehen, bei denen weit über 4 Prozent drin sind. Eine deutlich bessere Verzinsung erreichen Sie beispielsweise bei der norisbank (4,75 Prozent) oder der comdirect (4,50 Prozent). Beim Festgeld ist sogar noch mehr drin: Die Credit Europe Bank bietet bei einer Anlage von 5.000 Euro und einem Jahr Laufzeit einen Zinssatz deutlich über 5 Prozent.

zum Tagesgeldvergleich                                                      zum Festgeldvergleich

Impressum