Für jede Überweisung extra zur Bank gehen? Das war einmal! Viele Bankkunden nutzen heute das bequeme Online-Banking. Wer jedoch ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrung im Netz arbeitet, riskiert unter Umständen sein Geld. Nutzen Sie deshalb unsere Tipps zum sicheren Online-Banking!
Online-Banking hat viele Vorteile: So sind online abgewickelte Transaktionen nicht nur preiswerter als in den Bankfilialen, sondern können auch rund um die Uhr schnell und bequem von zu Hause geführt werden. Um die vertraulichen Kundendaten zu schützen, stellen Banken mit Passwörtern, PIN- und TAN-Nummern, Chipkarten etc. umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung. Aber auch von Seiten der Bankkunden ist auf Sicherheit zu achten. Immer mehr Viren und andere Schadprogramme machen jedoch dem Nutzer das Leben schwer. Eine aktuelle Antiviren- und Firewall-Software sollte deshalb zur Standardausrüstung jedes Computers gehören.
Das dem noch immer nicht so ist, hat jetzt eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien ermittelt. Demnach haben zwar 83 Prozent aller User ein Virenprogramm auf ihrem Rechner installiert, allerdings nutzen nur 67 Prozent der Befragten eine Firewall. Das ist riskant: immerhin hat bereits jeder 100ste aller befragten Computernutzer einen finanziellen Schaden beim Online-Banking erlitten.
Schützt man dagegen seinen Computer ausreichend durch die entsprechende Software, haftet in einem Schadensfall durch Phishing die Bank. Dies hat kürzlich das Amtsgericht Wiesloch festgestellt. Im verhandelten Fall wurden vom Konto eines Online-Banking-Kunden über 4.000 Euro mittels des einfachen TAN-Verfahren an einen Dritten überwiesen. Bei einer Untersuchung des Computers fand man 14 Schadprogramme, darunter auch einen Keylogger. Die Bank weigerte sich, ihrem Kunden das überwiesene Geld zu ersetzen. Zu Unrecht, wie das Amtsgericht Wiesloch feststellte. Nach Ansicht des Gerichts habe die Bank das Risiko der Fälschung einer Überweisung zu tragen. Dem Kunden sei dagegen keine Schuld zuzusprechen, da er seinen Computer mit einem Anti-Virenprogramm geschützt und damit die Sorgfaltspflicht eines durchschnittlichen PC-Benutzers eingehalten habe.
Grundregel Nr. 1 für Online-Banking-Nutzer sollte deshalb die Installation einer Antiviren-Software mit Firewall sein.
Sieben weitere Tipps für Bankkunden:
- Speichern Sie niemals Ihre PIN- und TAN-Nummern auf Ihrem Computer.
- Sensible Daten, wie beispielsweise Ihre Anmeldedaten, sollten Sie nicht in aktuelle Finanzprogramme (WISO, Lexware etc.) eintragen. Über einen Trojaner könnten Kriminelle leicht an diese Daten kommen.
- Wenn Sie HBCI (Home Banking Computer Interface) oder FinTS (Financial Transaction Services) nutzen, entfernen Sie die Chipkarte unbedingt nach Ende der Transaktion wieder aus dem Lesegerät.
- Bewahren Sie nie Kontokarte und PIN/TAN Nummern zusammen auf.
- Generell sollten Sie keinerlei Software aus dem Internet herunterladen, welche Ihnen schon im Vorfeld dubios erscheint.
- Nutzen Sie nach beendeter Transaktion den "ausloggen"-Button, um sich ordnungsgemäß vom System der Bank abzumelden.
Noch mehr Sicherheitstipps erhalten Sie in der Rubrik "Online-Banking" auf unserer Website.