Wie die Finanzmarktkrise nach Deutschland kam
Ihren Ursprung hat die weltweite Finanzmarktkrise im amerikanischen Immobilienmarkt. Dort ist es üblich, Käufern eines Eigenheims auch bei geringer Bonität einen Kredit zu gewähren. Diese Subprime-Kredite wurden von den amerikanischen Banken als Wertpapiere verbrieft und als forderungsbesichertes Wertpapier weiterverkauft, das beträchtliche Renditen versprach. In Aussicht auf hohe Gewinne investierten auch deutsche Banken in diese Wertpapiere. Aufgrund fallender Immobilienpreise und steigender Zinsen gerieten die amerikanischen Kreditnehmer dann aber in Finanznöte, auch der Markt mit den Wertpapieren brach zusammen.
Das brachte natürlich auch die beteiligten deutschen Kreditinstitute in Bedrängnis. So musste beispielsweise die Deutsche Bank allein von Januar bis März 2008 mehr Abschreibungen vornehmen als im gesamten Jahr 2007. Auch die Mittelstandsbank IKB war betroffen und konnte nur durch die Kfw gerettet werden. Die Sachsen-LB wurde an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft, um die drohende Insolvenz zu verhindern. Für die Weserbank war es zu spät: sie musste im April die Pforten schließen.
Ist mein Geld sicher?
Auf der sicheren Seite ist, wer sein Geld bei einem öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut anlegt. Für Deutschland gilt die Vorschrift, dass alle Banken in Deutschland Kundengelder bis zu einer Höhe von 90 Prozent und maximal 20.000 Euro sichern müssen. Jede Bankengruppe, egal ob privat, öffentlich-rechtlich oder genossenschaftlich, gehört zudem einem eigenen Einlagensicherungsfonds an, der die Einlagen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus schützt. Ist eine Bank gezwungen Insolvenz anzumelden, sind die Giro-, Tages- und Festgeldkonten über den jeweiligen Einlagensicherungsfonds und in einer festgelegten Höhe abgesichert. Kundengelder bei öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Banken sind zu 100 Prozent geschützt, Privatbanken sichern Einlagen je Kunde bis zu einer Höhe von 30 Prozent des im letzten Jahresabschluss ausgewiesenen Eigenkapitals der jeweiligen Bank ab. So genießen selbst Anleger bei einer kleinen Bank mit 5 Millionen Euro Eigenkapital einen Einlagenschutz von 1,5 Millionen Euro je Anleger.
Unsere Empfehlung
Eine gute Rendite auf Kosten der Sicherheit? Gerade ausländische Banken unterliegen nicht den strengen Einlagensicherungsregeln, wie sie in Deutschland gelten. Müssen diese Institute einmal Insolvenz anmelden, werden die Einlagen nur bis einer bestimmten Betragsgrenze zurückgezahlt. So beträgt die Einlagensicherung in Belgien beispielsweise nur 20.000 Euro.
Wir raten Ihnen deshalb: Legen Sie Ihr Geld bei einem öffentlich-rechtlichen Institut wie der DKB an. Auch Privatbanken mit einem großen Namen können wir Ihnen empfehlen. Beispielsweise erhalten Sie bei der comdirect bank, einer Tochter der Commerzbank, derzeit 4,75 Prozent auf das Tagesgeld Plus. So profitieren Sie nicht nur von einer hohen Verzinsung, sondern genießen auch den vollen Einlagenschutz.
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